Detox-Kur: Alles rund um den Ernährungstrend
Der Alltag ist oft geprägt von schnellen Mahlzeiten, Bewegungsmangel und Stress. Die Folge: Viele Menschen fühlen sich ausgelaugt, träge oder innerlich aus dem Gleichgewicht geraten. Daraus entsteht der Wunsch nach einer „Entschlackung“ bzw. einem Neustart für Körper und Geist. Detox-Kuren gewinnen in diesem Kontext immer mehr an Beliebtheit. Doch was steckt hinter dem Trend?
In diesem Artikel erklären wir Dir, was genau sich hinter Detox verbirgt. Mit dem Wissen kannst Du entscheiden, ob Du mal Lust hättest, eine Detox-Kur auszuprobieren.
Was ist eine Detox-Kur?
Der Begriff „Detox“ ist eine Abkürzung des englischen Wortes „Detoxification“, was auf Deutsch so viel wie „Entgiftung“ bedeutet. Ziel ist es hierbei also, den Körper zu entgiften.
Ein gesunder Körper macht das in der Regel selbst – ganz ohne äußere Hilfe. Eine zentrale Rolle spielen dabei Entgiftungsorgane wie Leber, Nieren, Magen und Darm. Sie sorgen dafür, dass unerwünschte Stoffe abgebaut und aus dem Körper ausgeschieden werden. Eine Entschlackungskur soll diesen körpereigenen Entgiftungsprozess unterstützen.
Im Rahmen einer Detox-Kur wird meist für einige Tage auf schwer verdauliche Lebensmittel verzichtet. Es gibt verschiedene Varianten von Entgiftungsdiäten. Der Fokus liegt aber meist auf einer pflanzenbasierten, ballaststoffreichen Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse und anderen pflanzlichen Lebensmitteln wie Hülsenfrüchten und Kräutern. Auch Smoothies und Säfte stehen bei Detox-Kuren oft auf dem Speiseplan.
Gerade Nikotin, Alkohol und eine sehr fett- bzw. zuckerreiche Ernährung sowie ein stressiger Alltag können den Körper belasten. Darum kommen bei Detox-Kuren auch gerne begleitende Anwendungen wie Massagen, Yoga, Saunabesuche oder lange Spaziergänge zum Einsatz.
Das ist übrigens auch beim klassischen Heilfasten der Fall: Heilfasten-Kuren werden normalerweise über einen längeren Zeitraum als eine Detox-Kur durchgeführt, haben aber ebenfalls ihren Schwerpunkt auf der Reinigung von Körper, Seele und Geist. Intervallfasten hingegen ist eher als Dauerkostform gedacht. Hier verzichtest Du tage- oder stundenweise auf jegliche Nahrung, was eine Reihe von fördernden Effekten auf Deinen Stoffwechsel mit sich bringen kann.
Detox und Fasten haben die Gemeinsamkeit, dass bei beiden Formen auf Bestandteile der Nahrung verzichtet wird. Das wiederum soll eine positive Wirkung auf die eigene Gesundheit haben.
Kann ich durch eine Detox-Kur abnehmen?
Eines vorab: Wenn Du abnehmen möchtest, sind Detox-Kuren nicht die richtige Wahl. Hierbei geht es nämlich darum, dem Körper eine Auszeit zu gönnen, ihm eine Chance zu geben, sich zu reinigen, und auf diese Weise mehr Energie zu schöpfen. Eine langfristige Gewichtsabnahme kannst Du dabei nicht erwarten, denn in dieser kurzen Zeit schaffst Du es nicht, das dafür notwendige gesündere Essverhalten zu erlernen.
Außerdem beruht der Gewichtsverlust während einer Detox-Kur meist auf einem Wasserverlust – nicht auf dem Abbau von Körperfett. Wie auch bei anderen Formen des Fastens kann die stark eingeschränkte Kalorienzufuhr den Grundumsatz senken. Ein reduzierter Grundumsatz wiederum begünstigt nach der Kur die Entstehung des Jojo-Effekts. Dennoch kann eine Detox-Kur als Impuls dienen, das eigene Essverhalten langfristig zu verändern. Sie kann also als Einstieg in eine bewusstere Ernährungsweise genutzt werden.
Das musst Du beim Detox beachten
Dringend abgeraten wird vom Detox in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Minderjährigen sowie bei einer Leber- oder Niereninsuffizienz. Personen, die regelmäßig Medikamente einnehmen, sollten vor einer Detox-Kur ärztlichen Rat einholen.
Es ist außerdem von Vorteil, sich nicht nur auf die körperliche, sondern ebenfalls auf die mentale Entlastung zu konzentrieren. Daher ist es empfehlenswert, sich auch Methoden wie achtsamem Essen und Entspannungstechniken zu widmen.
Was macht eine Detox-Kur mit dem Körper?
Detox hat einen Einfluss auf Deinen Stoffwechsel und auf Deine Verdauung. Darum bringen die ersten Tage auch in der Regel die größte Umstellung mit sich. Wenn Du vollständig auf feste Nahrung verzichtest, können in der ersten Zeit leichte „Nebenwirkungen“, wie Kopfschmerzen oder Stimmungsschwankungen, auftreten. Es ist auch möglich, dass Du Dich müde fühlst. Die gute Nachricht: Nach ca. drei Tagen setzt der Gewöhnungseffekt ein. Viele Menschen berichten, dass sie nach einer solchen Kur viel mehr Energie haben und eine neue Leichtigkeit verspüren.
Detox-Kuren können außerdem dazu anregen, sich intensiver mit den eigenen Essgewohnheiten zu beschäftigen. Für manche kann eine Detox-Phase ein bewusster Moment des Innehaltens und der Achtsamkeit sein. In diesem Zusammenhang kann sie den Einstieg in eine nachhaltigere, gesündere Ernährung erleichtern.
Was ist der Unterschied zwischen Detox und Fasten?
Während Fasten den vollständigen oder teilweisen Verzicht auf bestimmte Lebensmittel, Getränke oder andere Dinge über mehrere Tage meint und positive Effekte auf Deine Gesundheit haben soll, kann man Detox fast schon als Fasten 2.0 bezeichnen. Eine Detox-Kur ist eine Unterform des Fastens. Im alltäglichen Sprachgebrauch ist mit beiden Begriffen oft das Gleiche gemeint, schließlich wird auch beim Detox über einen gewissen Zeitraum die Aufnahme der Nahrung reduziert. Allerdings liegt der Fokus dabei stärker auf der Entgiftung des Körpers.
Heilfasten-Kuren werden normalerweise über einen längeren Zeitraum als eine Detox-Kur durchgeführt, haben aber ebenfalls ihren Schwerpunkt auf der Reinigung von Körper, Seele und Geist. Intervallfasten hingegen ist eher als Dauerkostform gedacht. Hier verzichtest Du tage- oder stundenweise auf jegliche Nahrung, was eine Reihe von fördernden Effekten auf Deinen Stoffwechsel mit sich bringen kann. Eine weitere bekannte Methode ist das Basenfasten, bei dem gezielt auf säurebildende Lebensmittel verzichtet wird, um den Säure-Basen-Haushalt im Körper zu regulieren.
Zum reinen Abnehmen solltest Du eine Fastenkur nicht durchführen. Sie kommt nämlich eher einer Null-Diät gleich. Die Folge: Es droht der bekannte Jojo-Effekt. eher einer Null-Diät gleich. Die Folge: Es droht der bekannte Jojo-Effekt.
Außerdem wird empfohlen, nicht öfter als ein- bis zweimal im Jahr für mindestens sechs und maximal 14 Tage zu fasten. Wenn Du Dir unsicher bist, kläre vor dem Fasten mit Deiner Ärztin oder Deinem Arzt, ob eine Fastenkur in Deinem Fall eine gute Idee ist.
Was wird bei einer Detox-Kur gegessen?
Während einer Detox-Kur verzichtet man meistens bewusst auf bestimmte Lebensmittel. Dazu zählen Genussmittel wie Kaffee, Alkohol, Zucker sowie stark fetthaltige oder verarbeitete Speisen und Fleisch, Käse sowie Weißmehlprodukte. Stattdessen stehen häufig frische pflanzliche, ballaststoffreiche und sogenannte „basische“ Lebensmittel im Mittelpunkt des Speiseplans, zum Beispiel:
- Kartoffeln
- Blattsalate
- Kohlgemüse
- Hülsenfrüchte
- Beeren
- Pilze
- Frische Kräuter
- Nüsse
- Samen
Achte in jedem Fall darauf, dass Du alle essenziellen Nährstoffe weiter aufnimmst. Das kannst Du einerseits durch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln unterstützen, andererseits kannst Du einen großen Teil des Bedarfs aber auch über Getränke abdecken. Dabei kannst Du die ganze Vielfalt der Willi Dungl Produkte ausschöpfen. Mit den Bio-Tees oder den Fruchtsäften wie Kraft für den Tag gleichst Du beispielsweise Flüssigkeitsverluste aus. Unsere Fruchtsäfte enthalten darüber hinaus nur natürliche Zutaten, wie gehaltvolles Obst und Gemüse oder angenehm cremiges Mandelmus. Das macht sie auch zur optimalen Zutat für einen köstlichen Detox-Smoothie.
Die Früchte-Kräuterteemischung Fühl Dich Wohl kann beim Genießen Deine Sinne in Einklang bringen. Speisen wie Suppen oder Brühen können Dich bei der Nährstoffaufnahme unterstützen.
Folgende Detox-Suppe mit Kurkuma liefert Dir ein Extra an Antioxidantien und sollte auf Deinem Speiseplan nicht fehlen.
Detox-Suppe mit Kurkuma
Zutaten:
- Zwiebel
- Ingwer
- Kurkuma (entweder frisch oder gemahlen)
- Knoblauch
- Salz
- Gemüsebrühe
- Wasser
- Etwas Zitrone oder Limette
- Einlage nach Geschmack (z. B. Petersilie, Koriander, Minze, Spinat, Grünkohl, Karotte, Kichererbsen)
Zubereitung:
- Zwiebel, Ingwer, Kurkuma und Knoblauch in einem großen Topf anbraten. Anschließend die restlichen Zutaten hinzufügen und die Brühe zum Köcheln bringen.
- Einlage nach Geschmack hinzufügen. Die Suppe kann auf verschiedenste Arten individuell angepasst werden.
Die Grundbegriffe des Detox wären also geklärt. Möchtest Du direkt loslegen? Dann starte doch probehalber mit einem Saft- und Teetag und gönne Deinem Körper eine kleine Auszeit.
Was sollte ich nach einer Detox-Kur essen?
Beinahe ebenso wichtig wie das Detoxen selbst ist das Brechen der Detox-Kur. Besonders wenn Du an Detox-Tagen nur Flüssiges (z. B. Wasser, Tees, Obst- und Gemüsesäfte oder Brühen) zu Dir nimmst. Im Anschluss an diese sogenannten „Safttage“ wird eine ballaststoffreiche Ernährung aus ausschließlich Obst, Gemüse und Rohkostsäften empfohlen. Um Magen-Darm-Beschwerden zu vermeiden, solltest Du feste Lebensmittel nach der Kur erst langsam wieder zuführen. Nimm Dir – je nach Dauer der Detox-Kur – mehrere Tage Zeit für die Aufbautage.